Akustik & Brandschutz
Akustikmaterialien sind Bestandteil eines Gebäudes und gelten bis auf wenige Ausnahmen als Baustoffe im Sinne der Brandschutzvorschriften. Deshalb sind sie Teil des Brandschutzkonzepts und müssen nach den geltenden Normen geprüft und klassifiziert sein.
Bei akustik & innovation entwickeln wir Akustiklösungen, die akustisch wirksam und brandschutztechnisch sicher sind. Unsere Systeme sind normgerecht geprüft und für die jeweilige Anwendung dokumentiert.
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Rechtliche Grundlagen in der Schweiz
In der Schweiz basieren Brandschutzanforderungen auf den Vorgaben der Brandschutzvorschriften der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen). Die Schweizerischen VKF-Brandschutzvorschriften bestehen aus der VKF-Brandschutznorm und den VKF-Brandschutzrichtlinien. Sie wurden durch das Interkantonale Organ Technische Handelshemmnisse IOTH als verbindlich erklärt und in Kraft gesetzt.
Was bedeutet «schwerentflammbar» bei Akustikmaterialien?
Bauprodukte, welche als schwerentflammbar gelten, brennen nach Entfernung der Zündquelle nicht selbstständig weiter. Im Brandschutz bedeutet das: Schwerentflammbare Produkte reduzieren Brandlast und verlängern Evakuierungszeiten in öffentlichen Gebäuden.
Warum sich genaueres Hinschauen bei Akustiklösungen lohnt
Seit bald 20 Jahren beschäftigen wir uns bei akustik & innovation intensiv mit dem Brandverhalten von Akustikmaterialien. Unsere langjährige Erfahrung und zahlreiche Prüfungen zeigen klar: Verschiedene Akustikmaterialien reagieren sehr unterschiedlich im Brandfall. Selbst kleine Veränderungen – beispielsweise eine andere Farbpigmentierung – können das Brandverhalten deutlich beeinflussen. Deshalb lohnt sich eine genaue Überprüfung der vorliegenden Klassifizierungsberichte.
Ein Klassifizierungsbericht sollte durch ein akkreditiertes europäisches Prüfinstitut durchgeführt worden sein und unter anderem folgende Angaben enthalten:
Exakt geprüftes Material (Dicke, Dichte, Farbe etc.)
Geprüfter Wandabstand (praxisgerecht und realistisch)
Klassifizierung des Untergrunds
Montage- und Befestigungsart
Angaben zu Stossfugen
Nur wenn diese Parameter klar definiert sind, ist die Brandschutzklassifizierung belastbar und auf die konkrete Anwendung übertragbar.
Aus welchen Bestandteilen setzt sich die Klassifizierung nach europäischer Norm DIN EN 13501-1 zusammen?
aPerf® Produkte werden grundsätzlich nach der europäischen Norm DIN EN 13501-1 geprüft und klassifiziert. Dabei wird nicht nur das Brandverhalten des Materials bewertet, sondern auch die Rauchentwicklung sowie das Verhalten beim brennenden Abtropfen.
Beispiel: Klassifizierung B-s1, d0
B = begrenzter Beitrag zum Brand
s1 = geringe Rauchentwicklung
d0 = kein brennendes Abtropfen
Worauf es in der Planung ankommt
Planungssicherheit entsteht durch klar definierte Materialien, Systeme und Nachweise. Werden brandschutztechnische Nachweise erst spät berücksichtigt, führt dies häufig zu Rückfragen und Verzögerungen oder im schlimmsten Falle Rückbauten. Eine frühzeitige Einbindung des Brandschutzes in die Produktauswahl sorgt für einen sicheren, effizienten Planungs- und Genehmigungsprozess.
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